Ein Kommentar von Gerd Müller (Projektleiter HerzGesund)

Dinamo Bukarest trauert um den Nationalspieler Kameruns Patrik Ekeng, der während eines Ligaspiels in der rumänischen ersten Liga zusammenbrach und viel zu spät die notwendige erste Hilfe erhielt und verstarb. Da kommen sehr schnell wieder die Gedanken hoch, als bei einem Ligaspiel von Saar05 gegen Hemmersdorf in der Saarlandliga 2013 Dominik Rupp auf ähnlicher Weise verstarb.  

Genau in diesen Momenten kommen weitere Gedanken in den Sinn und es entstehen Fragen. Warum bei einem Erstligaspiel in Rumänien kein lebensrettender Defibrillator unweit des Spielfeldes vorhanden ist und die Mannschaftsärztin auf der Tribüne sitzt und nicht am Spielfeldrand. In der Saarlandliga sieht es meist ähnlich aus, mit dem Unterschied, dass gar kein Arzt während des Spiels anwesend sein muss.

Gerald Asamoah war ein deutscher Fußballnationalspieler mit einer Herzerkrankung und ihm wurde zur Auflage gemacht, dass zu jedem Spiel ein Defibrillator am Spielfeldrand vorhanden sein musste.
Das Projekt HerzGesund will mit seinen Cardiodays genau dort ansetzen, wo es noch keine Verpflichtung (außer der moralischen) für Vereine gibt, aber die Notwendigkeit zum Handeln bei jeder weiteren Todesnachricht mehr als erkennbar ist. Der Ruf nach einer Verpflichtung für Sporttauglichkeitsuntersuchungen, Notfalltrainings und Defibrillatoren an Sportstätten wird größer und die verschiedenen Verbände sollten handeln.

Wenn man sich bewusst wird, dass es eine Verpflichtung gibt, dass Eltern bei Jungendspielen 3 Meter Abstand zum Spielfeldrand haben müssen, aber keine Verpflichtung, dass ein lebensrettender Defibrillator auf dem Vereinsgelände vorhanden sein muss, obwohl regelmäßig viele Menschen aktiv oder passiv am Sportleben des Vereins teilnehmen, bleiben am Ende viele Fragen offen.

HerzGesund bietet Vereinen mit dem Cardioday kostenlose Informations- und Aufklärungsaktionen an, führt HerzGesund-CheckUp´s durch und klärt über das Verhalten im Notfall auf. Auch die Anwendung eines lebensrettenden Defibrillators wird präsentiert und geschult.

Der SV Auersmacher aus dem Saarland hat als erster Verein einen Cardioday im Vereinsheim durchgeführt und anschließend einen Defibrillator im Vereinsheim installiert und wurde mit dem Gütesiegel „HerzSicherer Ort“ ausgezeichnet.

Vereine die Interesse an einem Cardioday haben, können hier im Kontaktformular ihr Interesse anmelden. Das HerzGesund-Team nimmt dann entsprechend Kontakt auf.

Hier kann der komplette Bericht zum dramatischen Ereignis des Kameruner Nationalspielers Patrik Ekeng nachgelesen werden.

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