Auersmacher 15.01.2016 – Der Cardioday im Vereinsheim des SV Auersmacher war sehr gut besucht und für alle Anwesenden sehr informativ.

Ziel der Veranstaltung war es die Leute im Verein für das Thema Erste Hilfe bei cardiogenen Notfällen zu sensibilisieren und lebensbedrohliche Herzanfälle im Notfall richtig behandeln zu können. Denn Gefahr geht weniger von den bekannten Herzkrankheiten und gut therapierten Herzkrankheiten aus, sondern von den beim Sporttreibenden unbekannten Krankheiten, die plötzlich und unerwartet auftreten können. 

Vor dem Beginn eines regelmäßigen Trainings-und Wettkampfsports sollten unbedingt eine Sporttauglichkeitsuntersuchung durchgeführt werden, mit der eine bislang unerkannte angeborene Herzerkrankung erkannt werden kann, die  möglicherweise im Wettkampf zu einem plötzlichen Herztod führen kann.

Deshalb empfohlen:

Verpflichtende sportmedizinische Untersuchung für jeden Sportler im Verein, der an Wettkämpfen teilnimmt:

Sie umfasst die Anamnese (Krankenvorgeschichte des Spielers), die Familienanamnese (ist jemand in der Familie herzkrank oder gar am Herztod verstorben?),eine internistische und orthopädische Untersuchung, Sehtest, Blutdruckmessung, sowie die Durchführung eines EKG, bzw. Belastungs-EKG, um Hinweise auf eine Durchblutungsstörung des Herzens und auf Rhythmusstörungen zu erhalten. Kinder und Jugendliche: 1 von 172 hat ein auffälliges EKG. Wird noch zusätzlich eine Herzsonographie durchgeführt, hat 1 von 140 einen auffallenden Befund.

Herzrhythmusstörungen finden sich häufig bei jungen Menschen, coronare Herzkrankheiten eher bei älteren. Deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei allen Menschen so wichtig.

Der Fußballspieler ist von einem plötzlichen Herztod ganz besonders betroffen, weil Fußball sehr populär ist. Es gibt zwei Altersgipfel: 20-29 Jahre und 50-59 Jahre. Bei jungen Sportlern finden wir einen hohen Anteil von Myokarditiden (Herzmuskelerkrankungen), bei älteren Menschen kommen Risikofaktoren hinzu: Hoher Blutdruck, Hypercholesterinämie, Nikotinabusus, Diabetes mellitus usw.).

Eine Myokarditis mit möglicher dauerhafter Schädigung des Herzmuskels (Kardiomyopathie) entsteht sehr häufig nach Infekten (zB. grippaler Infekt), wenn nach dem Infekt wieder zu früh mit der körperlicher Belastung begonnen wird.

Das Hauptziel der Veranstaltung Cardioday, die von der Firma Genesa hervorragend vorbereitet wurde, war es, die Versorgung vor Ort, am Fußballplatz, im Falle eines Herznotfalls zu verbessern, die Laienreanimation (Herzdruckmassage) und die Einweisung in die Benutzung des neu erworbenen Defibrillator vorzustellen. Dieser Laien-Defibrillator wurde bereits im Vereinsheim installiert (siehe Foto).

Ich möchte mich im Namen des SV Auersmacher bei der Firma Genesa, der IKK Südwest und MedX 5 sehr herzlich bedanken für die Hilfe und Finanzierung zur Durchführung der Veranstaltung, bei den Referenten für die praxisnahen Informationen zum Thema und bei den Sponsoren, die den Kauf des Defibrillators möglich gemacht haben.

Dr. K. Kuehn  (medizinische Betreuung für den SV Auersmacher)

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